Britisch oder Amerikanisch?

Meist übernimmt der Übersetzer die Schreibweise seines Herkunftslands. Dies erspart den Kunden die Qual der Wahl zwischen Britisch oder Amerikanisch. Diese Qual möchte ich Ihnen NICHT ersparen. Vielleicht überrascht es Sie, zu erfahren, daß die Briten und die Amerikaner nicht immer deckungsgleich schreiben? Oder Sie wissen schon, halten aber die Unterschiede für belanglos? Gewiß, so groß sind sie nicht, aber es ist nicht so, daß man sie außer Acht lassen kann. Vor allem soll man „the two Englishes“ nicht durcheinander bringen!

Wie sollen Sie zwischen den beiden Schreibweisen entscheiden? Denn es soll Ihre Entscheidung sein und nicht meine. Ganz einfach. Sie brauchen sich nur zu fragen: Wohin geht der Text, den ich bearbeite oder übersetze? Für wessen Augen ist er bestimmt? Meist wissen Sie als Verfasser des Textes das schon. Falls Sie es aber nicht wissen, überlassen Sie mir die Wahl. Ich schreibe lieber Britisch aus zwei Gründen: 1) bis auf wenig Ausnahmen ist sie einheitlicher. Nach meiner Erfahrung dulden die Amerikaner mehr Variationen. 2) Ich bin mit der britischen Schreibweise von Kindheit an vertraut. Die amerikanische Schreibweise lernte ich erst später im Leben—als erworbenes Wissen.

 

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